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Ich bin zu alt…

Wenn Sie sich noch entsinnen, hatte ich schon einmal einen Blog geschrieben, über das Altern – es ging aber eher um die äussere Erscheinung des Alterns. Es gibt ja auch noch das mentale Altern. Ja und dieses möchte ich hier gerne behandeln. Wieso? Weil so viele Leute altern. Ja, Sie haben richtig gelesen, ich bin schockiert.

Stein des Anstosses sind folgende Aussagen: Ich habe das gesehen, das brauche ich nicht mehr, ich bin zu alt dafür. Wie kann man zu alt sein, für etwas das man früher mochte? Ich werde NIE und nimmer zu alt für den Ausgang sein, es wird mir auch nicht verleiden. Wieso nicht? Weil es geil ist und ich Freude daran habe. Ausserdem komme ich bei dieser Konklusion von vielen Leuten zu meiner eigenen Schlussfolgerung: Irgend einmal hat man ja in diesem Fall auch das Leben gesehen. Für mich völlig unvorstellbar! Wenn ich etwas gerne mache, will ich es bis zur Unendlichkeit (klar, es wird auch für mich eine Endlichkeit geben) machen. Wieso verleidet den Menschen eine Tätigkeit, die sie früher liebten? Wieso lässt man sich mental gehen?

Und auch wenn wir uns in der heutigen Gesellschaft vorgaukeln, dass wir alles tun und lassen können bis zum bitteren Ende, verfallen viel zu viele in die Muster der vorherigen Generationen. Dabei hätten wir jetzt die Freiheit, die wir immer wollten. Klar es ist auch eine Charaktersache. Meine Grossmutter zum Beispiel, war trotz der früheren Generation – ich bleib zu Hause, wenn ich pensioniert werde und warte auf den Tod – eine Frau, die ihrer Passion frönte. Diese war Reisen. Da man früher weniger Geld hatte und viel weniger Ferien, hat sie sich ihren Traum nach der Pensionierung erfüllt. Von 64 – 90 Jahren war sie mindestens 6 Monate pro Jahr auf Reisen und nein, es verleidete ihr nicht. Und sie schlief aus! Ja, vor 9h stand sie nicht auf, gar nicht so mit seniler Bettflucht, wie man sich die alten Menschen vorstellt. Ich fand sie immer richtig cool, dass sie so ein weltoffener, lebensbejahender Mensch war. Drum hüten Sie dich vor dem Satz, „das habe ich gesehen“, dafür bin ich zu alt“ bei einer Tätigkeit, die sie lieben! Sie ist der schleichende Anfang vom Ende – zuerst dem mentalen gefolgt von dem physischen!

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