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20 Jahre Jubiläum Streetparade

Ich weiss, die Streetparade ist 25 Jahre alt geworden, aber ich feierte mein persönliches 20-jähriges Streetparade-Jubiläum.

Als junger Teenager beschloss ich 1996 die Streetparade zu besuchen, was mir die Jahre zuvor meiner strengen Eltern wegen verboten war. Die Streetparade war so quasi mein persönliches Woodstock. Ein, wie ich finde, passender Vergleich, denn wie Woodstock die Generation meiner Eltern in den 68ern geprägt hat, so übt die Streetparade seit zwanzig Jahren eine magische Faszination auf mich aus. Man kann diese unglaublich positive Energie dieses Mega-Events nur spüren, wenn man inmitten der Menschenmenge steht und dir die Bässe und Beats durch Mark und Bein dröhnen.

Doch es scheint so, als könne es die Streetparade keinem Recht machen. Die Raver von früher stänkern oft, es sei ein kommerzieller Mainstream-Event geworden und viele Wutbürger sehen nur Lärm und Drogen und versuchen das „Übel“ im Keim zu ersticken. So hat es Reglementierungen und Verbote gegeben, Hotspots sind verschwunden, was schade ist. Dabei ist eine Million Menschen friedlich für Liebe, Frieden und Toleranz am feiern. Mein Gott, es gibt wahrlich Schlimmeres, finde ich!

Am Freitag vor der Parade kaufte ich mir noch ein paar Accessoires, um meinem Outfit den letzten Schliff zu verleihen. In voller Montur präsentierte ich mich meinem Mann. Der meinte nur trocken: „deine Outfits sind auch schon wilder gewesen“. Okay, man kann ja auch mal etwas Begeisterung vorspielen oder nicht?! Manch andere Frau wäre nach so einem Statement schon frühzeitig an eine Warm-up-Party verduftet, aber da ich nicht mehr die Jüngste bin, habe ich mir das Eingeschnappt-sein verkniffen und habe mir stattdessen meinen wohl verdienten Jubiläums-Vorschlaf gegönnt, immerhin hatte ich Grosses in Form eines 12-Stunden Tanzmarathons vor und musste fit sein.

Und wie es sich für eine sentimental-nostalgisch angehauchte Frau gehört, verbrachte ich meinen Tag bei einem Pionier, der seit Anfang der Parade im ’92 dabei war. Es ging auf das Lovemobil vom 2&4 Akt, Niederdorf Akt, den Nightlife Bars schlechthin, welche die berühmt-berüchtigten XXL-Drinks servieren. Mit Oldschool-House, super DJ’s und der grössten Discokugel an Bord, feierte das Lovemobil unter dem Motto „vo Züri für Züri“. Ich als waschechte Bernerin wurde mit offenen Armen empfangen, was beweist, dass sie die Toleranz, welche die Streetparade proklamiert, wirklich leben.

Meinen Tag in Bildern gibt es hier: Streetparade 2016

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Simon
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Simon

Wahre Worte:) streetparade 4-ever!