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Wundervoll egoistisch sein!


Sandra Elsig, Kreativcoach, www.sandraelsig.com

Wie vereinbaren wir ganz bewusst „Zeit für uns einzufordern“ und doch „allen gerecht zu werden“? Sowohl als auch heisst die Antwort.

Aber wie?
Wir wissen alle, dass gerade in der heutigen hektischen Zeit regelmässige Auszeiten enorm wertvoll sind. Sie geben uns Kraft und Energie.

Tipp 1

Schaue Dir Deine Woche an und konzentriere Dich auf „Lücken“ in Deiner Agenda. Und wenn es nur 5 Minuten sind. Fülle diese Lücken mit Dingen, die Du gerne tust. Schon alleine durch die Veränderung der Fokussierung, entsteht bei Dir das Gefühl, mehr Zeit für Dich zu haben.

Wenn wir regelmässig ICH-Zeit einbauen, stärkt uns das für den Alltag. Die Kinder, den Partner, den Beruf. Wenn wir uns gnadenlos aufopfern und nur versuchen, allen anderen gerecht zu werden, so sind wir am Schluss einfach kaputt, genervt und völlig unausgeglichen.

Tipp 2

Bewusst Dinge allein tun. Der Mann interessiert sich für eine Bootsausstellung, die Frau für einen Flohmarkt und die Kinder wollen eigentlich auf den Spielplatz. Den Tag so planen, dass jeder etwas für sich tun kann und sich bei den Kindern aufteilen. Abends sind alle zufrieden und keiner hat das Gefühl, er wurde vernachlässigt.
Wir haben heute oft das Gefühl, alles gemeinsam tun zu müssen. Klar, zwischendurch ist das wichtig. Doch genau so wichtig ist es, sich Zeit für sich zu nehmen.

Tipp 3

Regelmässig etwas in der Stille tun. Meditieren. Etwas bewusst tun und nur das tun. Lesen. Sein. Musik hören. Jeder von uns hat diese Zeit, wenn der Wille wirklich da ist. Es darf so in den Alltag integriert werden, wie das tägliche Zähneputzen.

Zum Abschluss eine unglaublich wertvolle Geschichte.
Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.
„Herr“, fragten sie „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du.“
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?“
Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.“

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