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Umbau Teil 1 – ein Luca für alle Fälle

Umbau ist ein Thema, bei dem man viele Horrorgeschichten hört und darum macht es am meisten Sinn, gar nicht umzubauen. Ausser man muss – und glaubt mir, wer die Boden-Platten in meiner neuen Wohnung gesehen hat, der weiss, es musste sein.

Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder. Zuerst in Form einer Freundin, die Architektin ist und die mir die Wohnung gefunden hat und mir half, die ersten super wichtigen Entscheide zu treffen – den neuen Boden auszulesen. Dies war schon eine Zangengeburt, denn wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Mir sollte es da nicht besser ergehen. Nach gefühlten Tausenden von Stunden, hatte ich endlich die Entscheidung getroffen. Jetzt musste nur noch jemand diese Böden verlegen.

Ein Bekannter, der Plattenleger war, kam das Ganze mal anschauen und brachte einen Sanitär mit, mit dem er zusammen arbeitete. Dieser Mann entpuppte sich als wahrer Glücksgriff. Ein Mann, der nicht nur als Sanitär alles voll im Griff hatte, nein Luca Urro, der von Wohnungsbau von A-Z ein riesiges Know-How hatte und einem überall beraten konnte. Und genau so jemanden brauchten wir. Neben dem Ausleseprozess spielte auch die knappe Zeit eine Rolle.

Neben seinem Sanitär Geschäft, ist Luca auch Inhaber von Raumkonzept Bern einem All in One Concept Service, wenn es ums Bauen oder Umbauen geht. Dank seinem riesigen Netzwerk, kann er einem super schnell das fehlende Glied in der Handwerkerkette besorgen. Gerne hätte ich auch seine Websiten verlinkt, aber da er so viel Arbeit hat, kam er noch nicht dazu, eine zu erstellen., respektive erstellen zu lassen.

Was ich am meisten an Luca schätze? Er erledigt seine Arbeit mit der Leidenschaft, die ich mir bei jedem wünschen würde. Und er gibt sein Wissen gerne weiter. Seine nützlichen Tipps und Inputs haben uns so viele nervige Mehrstunden und Nervenzusammenbrüche erspart. Ausserdem versteht er, dass Umbau ein dynamischer Prozess ist und dass sich Wünsche und Ausganglagen ändern. Plötzlich ist etwas anders und damit ändert sich alles. Er reagiert blitzschnell und präsentiert sofort eine Lösung. Oftmals hatte ich das Gefühl, er ist unser Bauherr und es hat gut getan, die Bürde nicht allein auf den Schultern zu tragen, sondern jemanden an der Seite zu wissen, der dich berät und nicht ein „das müssen Sie halt entscheiden, wie Sie das haben wollen.“ Wie soll ich, die den ersten Umbau im Leben macht, besser wissen, was ich haben will und welche Möglichkeiten ich habe, wenn du – mein lieber Handwerker – täglich auf der Baustelle stehst – und dutzende Szenarien erlebt hast und ich davon profitieren könnte?

Genau diese Gabe hat Luca und dank ihm konnten wir alle Termine einhalten und fristgerecht einziehen. Natürlich will ich euch nicht die Fotos der Bäder nicht vorenthalten.

So sah das Gäste-WC vor der Renovation aus. Die Platten waren ehrlich gesagt nicht so meins, aber das neuste seinerzeit halt.
Und so sieht das Gäste-WC jetzt aus. Latexfarbe, Tapete von Glamora, lustige Lampe von Ingo Maurer, Waschbecken ein Schnäppchen und die Armaturen von Dornbracht. Der Spiegel wird nächstens geliefert, aber wenn dieser nur klein sein darf, muss man länger suchen.

Mittlerweile habe ich viel gelernt und könnte auch Coachings im Bereich Wohnungsumbau geben. Ich weiss, welche Plattenarten es gibt, welche Armaturenbrands die Besten sind, welche Badezimmer Brands es gibt, was Mineralguss ist, was wild verlegt ist und alles, was noch dazu gehört.

Platten
Die gute Nachricht ist folgende: Es gibt eine riesige Auswahl, die schlechte Nachricht ist: Es gibt eine riesige Auswahl. Egal ob Grösse oder Farbe oder Beschaffenheit – es gibt alles auf dem Markt und das macht es nicht leichter.

Die Platten habe ich bei Stones and more gesehen. Sie sind zeitlos und haben eine tolle Struktur.

Mischer
Wir nennen es Armaturen aber der Fachmann nennt es Mischer und nein, es hat nichts mit Musik zu tun. Ja, der Mischer ist wichtig für das Badezimmer. Als ich mir die verschiedenen Mischer anschaute, gefiel mir kein Design so wirklich, ausser eines im teuersten Segment. Super, dachte ich mir. Zu Hause googelte ich nach Alternativen und jedes Mal, wenn ich eine fand, gab es einen Punkt, weshalb es nicht passte – einmal gab es keine passende Duschbrause dazu, einmal nicht in der Schweiz erhältlich. Bis ich Schluss kam: Dieser teure Mischer will zu mir. Ich habe denselben dann 2 Wochen später in einem 5-Sterne Hotel auch entdeckt (da ich jetzt zu einem Menschen mutiert bin, der in jedem Badezimmer einen Check-up durchführt, welche Brands für was eingesetzt wurden, ob die Fugen schön präzis gemacht sind) und dachte, so schlecht kann mein Geschmack nicht sein.

So sieht er aus – der Waschbecken-Mischer von Dornbracht – es war Liebe auf den ersten Blick und darum landete er letztendlich in unseren 4 Badezimmer-Wänden.

Badewanne
Das grösste Problem stellte die Badewanne dar. In einer Wohnung muss es in meiner Welt eine Badewanne haben, auch wenn ich diese nicht oft brauche. Diese Logik verstehen Männer oft nicht. Ich wollte trotzdem eine haben. Wenn man umbaut, sind die Räume bereits definiert und somit muss man mit dem arbeiten, was man hat. Wir hatten 2 Badezimmer, früher waren in einem Badezimmer eine Duschkabine und eine Wanne und im anderen Badezimmer nur eine Duschkabine. Wenn man Dusche und Badewanne in ein Badezimmer stellt, wirkt es überladen, nur 2 Duschen und keine Wanne waren für mich – wie bereits erläutert und völlig irrational – keine Option. Mein Mann kam mit der frechen und unkonventionellen Idee, die Badewanne auf die Galerie zu stellen. Aus Statikgründen, sahen wir wieder davon ab. Danach begann ein regelrechtes whaz-up Ping Pong mit Luca. Ich schickte eine Idee, er evaluierte diese und verwarf meine Idee wieder. Nach drei Stunden hatten wir endlich eine Lösung, mit der ich leben konnte. Natürlich habe ich die Wanne schon eingeweiht und wer noch mehr wissen will, der kommt auf seine Kosten, es gibt noch einige Blogartikel zu diesem Thema.

Schön, habe ich doch noch einen Platz für die Badewanne gefunden. Ich fühle mich pudelwohl darin!
Weil vorher-nachher Fotos so eindrucksvoll sind und die Veränderung zeigen, will ich euch auch nicht das alte Bad vorenthalten.
Und weil es so schön ist, hier noch das Masterbad, nach der Renovation.
…und wie es vor dem Umbau aussah.

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