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Nacken- und Rückenverspannung

Wer leidet alles unter Verspannungen im Nacken und/oder Rücken? Es ist ein müssiges Thema, aber Bürojob, Fehlhaltung und müde und quengelnde Kinder herum tragen oder kurz gesagt das Leben, fordern unbarmherzig ihren Tribut. Man kann es einfach ignorieren, aber dadurch wird es kaum besser. Nun ist es so, dass jeder Körper anders ist und natürlich jede Beschwerde eine andere Ursache haben kann. Dort gilt es, wenn man sich der Ursache nicht sicher ist, sich vorgängig untersuchen zu lassen. Um mir einen Überblick der Methoden zu verschaffen, habe ich Christine Badertscher, eine Physiotherapeutin, kontaktiert. Die Liste an Möglichkeiten, die ich erhielt, war sehr ausführlich, dass ich wochenlang diesen Blogbeitrag vor mich hinschob. Aber wie ihr seht: Tata, ich habe es doch noch geschafft. Kurz und knackig und ohne Gewähr auf Vollständigkeit, gibt es hier eine Auswahl an Behandlungsansätzen.

Verschiedene Behandlungsansätze:

Therapeutisch kann man zwischen westlicher und östlicher Medizin unterscheiden, d.h. im Westen haben wir die klassische Schulmedizin, und/oder alternativ die Naturheilkunde und im Osten die Traditionelle Chinesische Medizin/TCM, die Indische Medizin/Ayurveda und die Tibetische Medizin, um die bei uns bekanntesten zu nennen.


Ein verspannter Nacken- und Rückenbereich macht vielen Leuten zu schaffen – mir auch!

Hier ein paar passive Therapieansätze bei Nacken-/Kopf- und Rückenschmerzen durch Verspannung der Muskulatur:

Physiotherapie

Die Physiotherapie ist auf die Behebung von körperlichen Funktionsstörungen und Schmerzen ausgerichtet. das Bewegungspotenzial des Menschen zu identifizieren und zu maximieren sowie allfällig bestehende Schmerzen zu therapieren.

Chiropraktik

Der Chiropraktor ist Spezialist für Diagnose und Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparates, besonders an der Wirbelsäule und von Störungen, die davon ausgehen.

Craniosacraltherapie oder Osteopathie

(Cranio ist ein Arbeitsbereich der Osteopathie, arbeitet auch mit dem Fasziensystem)
Die Craniosacral Praktizierenden unterstützen mit feinen manuellen Impulsen, welche eine Eigenregulierung des Körpers einleiten, die Klientin auf dem Weg zur Selbstheilung. Die Gesundheit im Menschen wird unterstützt und Ressourcen werden gestärkt, so dass positive Veränderungen stattfinden können.

Rolfing (Faszientherapie)

Rolfing zielt nicht vorrangig auf die Behandlung medizinischer Probleme ab. Es ist ein Prozess, der den Körper in der Schwerkraft neu ausrichten soll. Zur Lösung von Verhärtungen und zum Ausgleich von Spannungen im Fasziennetz üben Rolfer einen langsamen Druck auf das Bindegewebe aus. Je nach Körperregion und Tiefenschicht werden dafür Fingerkuppen, Knöchel, Handflächen oder Ellbogen eingesetzt. Es dient häufig der Gesundheitsvorsorge. Hier geht es vor allem um eine Optimierung der Körperhaltung und um freiere Beweglichkeit.

Ayurveda-Massage

Wie alles bei Ayurveda, ist auch die Massage eine ganzheitliche Anwendung, die sowohl reinigende wie aufbauende Elemente enthält. Körper, Geist und Seele werden in den einzelnen Massageabläufen gleichermassen angesprochen und behandelt. Die Massage stellt das Gleichgewicht im Energiefeld des Körpers wieder her und bringt die Energie wieder zum Fliessen. In der heutigen Zeit dienen die Ayurvedamassagen der Entspannung und Regeneration.

Shiatsu

Shiatsu ist eine in Japan entwickelte Form der Körpertherapie, die aus der traditionellen chinesischen Massage Tuina hervorgegangen ist. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Japan verschiedene Formen der energetischen Körperarbeit und manuellen Behandlungsmethoden kombiniert und unter dem Namen Shiatsu vereint, um sich von den reinen Entspannungsmassagen abzugrenzen. Übersetzt bedeutet Shiatsu „Fingerdruck“, die Behandlung umfasst jedoch mehr: Zur Berührung wird der ganze Körper eingesetzt. Dabei arbeitet der Therapeut weniger mit Muskelkraft als mit seinem Körpergewicht und versucht, während der Behandlung eine „energetische Beziehung“ zum Patienten herzustellen.

Tuina

Tuina ist eine selbständige chinesische Massageform und eine der fünf Hauptsäulen der traditionellen chinesischen Medizin. Der Begriff setzt sich aus den chinesischen Wörtern tui (‚schieben‘, drücken‘) und na (‚greifen‘, ziehen‘) zusammen. Diese manuellen Techniken werden bei der Behandlung angewandt.
Die Tuina-Therapie schliesst westliche Behandlungsformen wie Chiropraktik, Akupressur verschiedene Massagetechniken und die manuelle Therapie ein.

Thai-Massage

Die traditionelle Thai-Massage ist ein System von Massage Techniken, die in Thailand unter der thailändischen Bezeichnung Nuat Phaen Boran bekannt ist, was übersetzt „Massieren nach uraltem Muster“ bedeutet. Die Thai-Massage besteht aus passiven, Yoga Streckpositionen und Dehnbewegungen, Gelenkmobilisation und Druckpunktmassagen.
Zehn ausgewählte Energielinien die nach ayurvedischer Lehre den Körper als energetisches Netz durchziehen, werden über sanfte Dehnung und mit dem rhythmischen Druck von Handballen, Daumen, Knien, Ellenbogen und Füssen bearbeitet. Sie zeichnet sich durch ihren dynamischen kraftvollen Aspekt aus.

Lomi Lomi-Massage

Lomi Lomi Nui, auch Lomi Lomi genannt ist eine Massageform, die aus Hawaii stammt. Sie ähnelt in ihrer Ursprungsform eher therapeutischer Körperarbeit als einer Massage und hat den Anspruch, nicht nur den Körper, sondern auch die Seele zu behandeln. Sie war Teil einer Heilbehandlung. Die im Westen als Lomi Lomi angebotenen Massagen sind dagegen in erster Linie Wellness-Behandlungen.
In der Landessprache bedeutet lomi so viel wie reiben, kneten oder drücken, die Verdoppelung verstärkt diese Bedeutung. Nui heisst gross, Lomi Lomi Nui lässt sich also übersetzen als „einzigartiges starkes Kneten“.

aktive Möglichkeiten zur Behandlungs-Unterstützung:

Yoga, ThaiChi, Pilates, Schwimmen, allgemein eigentlich alle Bewegungen, die die alltäglichen Belastungen ausgleichen und man sich dafür begeistern kann (z.B. Büroarbeit = Sitzen und Stehen Ausgleich: Dynamik wie Gehen, Schwimmen, Tanzen oder mal andere Positionen ausprobieren wie am Boden sitzen.

Und weil ich noch lange nicht alle Behandlungsmethoden kenne, ist es wieder mal Zeit für einen Selbsttest. Nächste Woche könnt ihr lesen, wie es mir ergangen ist. Gerne nehme ich eure Erfahrungen zu den aufgeführten Methoden entgegen und ob es den Beschwerden sprichwörtlich an den Kragen ging.

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Barbara
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Barbara

Mein Rücken ist meine „Achillesferse „, vorallem nach dem Windsurfen oder Wakeborden leide ich oft tagelang unter heftigen Schmerzen im unteren Rückenbereich. Bei mir kommen diese Schmerzen aufgrund von Fehlbelastungen zustande, da meine Rückenmuskulatur nicht adäquat trainiert ist. Wenn ich eine längere Zeit regelmässig Pilates mache, kann ich die Rückenschmerzen eindämmen. Der Aufbau der Rückenmuskulatur ist daher aus meiner Sicht das Wichtigste. Massagen sind immer eine tolle Sache, wenn der Masseur sein Handwerk beherrscht. Ich liess mich mal in einem Ferienressort massieren, als ich schon massive Rückenschmerzen hatte und ich eine wandelnde Dulix-Taube war. Ca 1h nach der Massage konnte… Weiterlesen »